Glossar

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Ziel und Leitfaden des "Raben Wörterbuchs":

Das "Raben Wörterbuch" soll dem Leser helfen, jene Fachbegriffe zu verstehen, die innerhalb der Raben Group und in der Logistikbranche verwendet werden. Bei den hier aufgeführten Definitionen handelt es sich nicht um eine einheitliche Terminologie, d.h. die Begriffe können je nach Verwendungskontext abweichen (beispielsweise bei Gesetzestexten). In diesem Fall sind selbstverständlich die gesetzlichen Definitionen und nicht die im "Raben Wörterbuch" bindend.

Um die Erklärungen der jeweiligen Ausdrücke zu lesen, klicken Sie bitte auf den entsprechenden Begriff.

Absender

Im Beförderungsauftrag angegebener Übergeber der Sendung und der Frachtdokumente

AWB (Air Way Bill)

Transportdokument für Luftfacht

Auftraggeber

Vertragspartner des Spediteurs, der den Transportauftrag unterzeichnet hat. Hierbei kann es sich um den Absender, den Empfänger oder eine dritte Partei handeln.

B/L (Bill of Lading)

Transportdokument für Seefracht

Beladung

Alle mit der ordentlichen Verbringung der Ware in die Transporteinheit verbundenen Tätigkeiten, bei­spielsweise auch das Entfernen von Verunreinigungen im Transportmittel, die bei der Beladung ent­standen sind (Dekontaminierung)

Be- und Entladung

Vorgang des Beladens einer Sendung am Versandort oder des Entladens einer Sendung am Empfangsort

Bestimmungen / Vorschriften

Für Transportaufträge: Innerhalb der Raben Group verwendete Vorschriften bezüglich Transport­dienstleistungen, die von solchen in anderen Nachschlagewerken abweichen können. In diesem Fall ist die Definition der Raben Group bindend.

CMR-Abkommen

Übereinkommen über den Beförderungsvertrag im internationalen Straßengüterverkehr, das in Genua am 19. Mai 1956 (Journal of Laws 1962, Artikel 49, Paragraph 238) gezeichnet wurde und bei länder­übergreifenden gewerblichen Straßentransporten zur Anwendung kommt

Co-Manufacturing

Zusatzservice, basierend auf der Zusammenführung verschiedener, fertiger Komponenten zu einem Endprodukt. Das Endprodukt wird dann verpackt und an den Endverbraucher geliefert.

Co-Packing

Service, bei dem Produktsets abhängig von der Bestellung erstellt werden und anschließend zum Endkunden versendet werden – meist Promotion-Sets. Neben der Auswahl der geeigneten Produkte muss auch die Verpackung entsprechend angepasst werden.

Cross-Docking

Prozess, bei dem die an das Lager gelieferten Waren sofort neu verladen und an den nächsten Empfänger ausgeliefert werden

Dienstleistungsvertrag

Hauptvertrag für die Durchführung der Transportdienstleistung, der die Zusammenarbeit zwischen Kunde und Spediteur hinsichtlich der Durchführung des Transportes regelt. Sollten Diskrepanzen zwischen der Definition des Dienstleistungsvertrags dieses Lexikons und dem Wortlaut des Dienst­leistungsvertrags auftreten, sind letztere verbindlich.

EDI (Electronic Data Interchange)

Vollautomatischer elektronischer Datenaustausch von Aufträgen, Rechnungen etc. zwischen min­des­tens zwei Unternehmen. Die Übertragung kann via Modem (analog oder digital) oder via E-Mail (analog zur Möglichkeit der Datenverschlüsselung) erfolgen, wodurch die Kosten nicht höher sind, als die für ein Ortsgespräch. Die Vorteile von EDI liegen hauptsächlich im Zeit- und Kostenersparnis so­wie in der Minimierung des Fehlerrisikos (etwa im Vergleich zum manuellen Erfassen der Aufträge).

Einheiten der Transportkette

Organisierende Stationen beim Frachtführer. Hinsichtlich der Transportkette gibt es folgende Unterscheidungen:

a) OCL - Niederlassung, die den Transportauftrag vom Kunden annimmt
b) ACL - Auftragsabwickelndes Depot, Versanddepot
c) TCL - Niederlassung, von der aus die Sendung weiter verladen wird, Umschlagsdepot
d) ECL - Zustellendes Depot, Empfangsbetrieb

Elektronische Rechnung (E-Rechnung)

Rechnung, die in elektronischer Form als PDF-Datei mit einer sicheren elektronischen Unterschrift ausgestellt und verschickt wird. E-Rechnungen enthalten die gleichen Angaben wie Papierrech­nun­gen und erfüllen alle relevanten rechtlichen Anforderungen des jeweiligen Landes, betreffend den Versand von Rechnungen in elektronischer Form, die Regeln ihrer Speicherung und den Zugriff auf sie durch Steuerbüros und Geschäftsprüfungsorgane.

Empfänger

Im Beförderungsauftrag angegebener Empfänger der Sendung

Empfangsort

Im Beförderungsauftrag angegebener Ort für die Ablieferung der Sendung

Entladung

Alle mit der Verbringung der Ware aus der Transporteinheit verbundenen Tätigkeiten, beispielsweise auch die mit dem Entfernen von Verunreinigungen zusammenhängenden Prozesse (Dekontaminie­rung)

EPAL

Von der European Pallet Association eingeführtes System von austauschbaren Paletten auf der gan­zen Welt, hergestellt nach UIC 435-2 Standard (EN 13698-1 Standard). EPAL-Paletten sind in drei Größen erhältlich:

  • EPAL 1 (1200 x 800 mm, L x B)
  • EPAL 2 (1200 x 1000 mm, 9 quer gerichtete Leisten)
  • EPAL 3 (1000 x 1200 mm, 9 längs gerichtete Leisten)
EUR-Palette

Mit "EUR" markierte Holzpalette genormt gemäß UIC 435-2. Die Abmessungen einer Europalette betragen stets 120 x 80 cm.

FIFO (First In First Out)

System der Lagerorganisation, das einen reibungslosen Warenfluss gewährleistet und auf der Regel beruht, dass die Waren, die das Lager zuerst erreichen, dieses auch als erste verlassen

Frachtbrief

Frachtdokument, das dem Spediteur vom Versender ausgehändigt wird und in erster Linie als Beweis für den Abschluss eines Frachtvertrags sowie (bei Unterzeichnung) der Übernahme der Sendung dient. Der Frachtbrief enthält notwendige Informationen bezüglich des Transports, beispielsweise Hinweise auf Zoll- oder Gefahrgut.

Frachtdokument

Frachtdokumente haben den Sinn, die Ware zu identifizieren und sind nötig, um das Handling der Waren einfacher zu gestalten. Sie dienen als Dokument, das als Beweis für den Abschluss eines Transportauftrags dient. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um einen Frachtbrief.

Frachtführer (Firma)

Unternehmen, das den Transportauftrag entgegennimmt und den Transport der Sendung organisiert

Frachtführer (Person)

Unternehmer, der für den Transport, das Handling und die Lagerlogistik der Ware verantwortlich ist

FTL (Full Truck Load)

LKW-Ladungstransport, bei dem das komplette Transportfahrzeug für die Warenbeförderung benutzt wird

Gefahrgut (ADR)

Güter, die Stoffe enthalten, von denen aufgrund ihrer physikalischen oder chemischen Eigenschaften oder ihres Zustandes beim Transport bestimmte Gefahren auftreten können. Der Transport von Gefahrgut unterliegt gesetzlichen Bestimmungen, die in den ADR (Accord européen relatif au trans­port international des marchandises Dangereuses par Route) geregelt sind (Journal of Laws 2002, Nr. 199, Artikel 1671 sowie Nr. 194, Artikel 1629).

HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points)

Konzept zur Gewährleistung der Sicherheit im Lebensmittelbereich. Durch die Identifikation mög­licher Risiken können potentielle Schäden während der Produktions- und Distributionskette weitest­gehend vermieden werden. Das HACCP-System sollte deshalb in allen Unternehmen, die im Lebens­mittelbereich tätig sind, eingeführt und angewendet werden.

Incoterms (International Commercial Terms)

Internationale Regeln zur Festlegung der Verkaufsbedingungen, die weithin in der ganzen Welt anwendbar sind. Die Regeln teilen die Kosten und Verantwortlichkeiten zwischen dem Käufer und dem Verkäufer und die Art des vereinbarten Transports wiedergeben. Incoterms beziehen sich auf die UN-Konvention zu Verträgen über den internationalen Warenkauf. Sie wurden erstmals im Jahr 1936 veröffentlicht und sind seitdem mehrfach aktualisiert worden. Die aktuelle Version (in Kraft seit Januar 2011) ist die Incoterms 2010, welche die Incoterms 2000 ersetzt. Eine detaillierte Liste der Incoterms finden sie hier.

Intermodale Transporteinheiten

Container, Wechselbrücken und Trailer, die für den intermodalen Verkehr verwendet werden

Intermodaler Transport

Transport mit Hilfe von Gütern von mehr als einem Transportmittel, bei dem Transporteinheiten wie etwa Container genutzt werden

I-SMS

Zusatzservice zur Benachrichtigung des Empfängers über seine Sendung, die vom Absender ver­schickt wurde. Der Frachtführer informiert den Empfänger hierüber mittels Textnachricht (SMS) oder E-Mail.

Ladestelle

Im Beförderungsauftrag angegebener Ort für das Laden der Sendung

Ladezeiten

Im Beförderungsauftrag vereinbartes Zeitfenster, innerhalb dessen die Ware beim Absender geladen werden muss

Lead Logistics Provider

Unternehmen, das umfassende Logistikdienstleistungen durchführt, indem es die gesamten Liefer­kette des Kunden sowie die jeweiligen Teilnehmer verwaltet und alle Prozesse der IT-Systeme un­ter­stützt

LIFO (Last In First Out)

System zur Lagerorganisation, um einen reibungslosen Warenfluss zu garantieren. Hierbei wird die Regel befolgt, dass die Waren, die das Lager zuletzt erreichen, dieses als erste wieder verlassen.

LTL (Less than Truck Load)

Transport, bei dem die zu transportierende Menge nicht ausreicht, um den gesamten LKW zu beladen

Milk Run

Milk Run ist eine Liefermethode für verschiedene Lieferanten und gemischte Ladungen. Anstatt dass mehrere Lieferanten ihre jeweils eigenen Lieferungen durchführen, sammelt ein zentraler Anbieter alle Lieferungen für einen Kunden. Lieferanten, die in dem Prozess teilnehmen, definieren das verfüg­bare Volumen und Gewicht sowie das Zeitfenster für die Abholung und Zustellung an den Kunden.

Nationaler Straßentransport

Transport von Gütern, bei dem sich Absender und Empfänger im gleichen Land befinden

Reklamation

Hierbei handelt es sich um eine schriftliche Schadensforderung aufgrund einer Beschädigung bzw. dem Verlust der Sendung während des Transports oder aber aufgrund einer verspäteten Anlieferung der Waren.

Sendung

Zusammengefasste Güter, die gem. Beförderungsauftrag von einem Absender zu einem Empfänger transportiert werden sollen. Eine Sendung kann aus mehreren Transporteinheiten bestehen.

Sonderziehungsrecht

Das Sonderziehungsrecht (SZR; engl.: „Special Drawing Right“, SDR) ist eine künstliche Währungs­einheit, die nicht auf den Devisenmärkten gehandelt wird. Sie wurde 1969 vom Internationalen Währungsfonds (IWF) eingeführt. SZR hat den ISO 4217-Code XDR.

Spedition

Eine Spedition ist ein Dienstleister, der die Versendung von Waren besorgt. Dieses umfasst die Organisation der Beförderung und kann weitere auf die Beförderung bezogene Dienstleistungen enthalten.

Subunternehmer

Unternehmen, mit dem Raben einen "Untervertrag" bezüglich des Transportes hat

Track & Trace

Ein System, das von Raben zur Sendungsverfolgung via Internet eingesetzt wird. Der Sendungs­status kann während der gesamten Transportkette auf www.raben-group.com abgerufen werden.

Transportauftrag

Auftrag zum Befördern einer Sendung, inklusive genauer Absprachen bezüglich der Art und Weise des Transports

Transporteinheit

Behältnis, in oder auf dem Waren transportiert werden, z.B. Europaletten, Einwegpaletten, Körbe, Container oder Kartons. Eine Sendung kann sowohl aus einer als auch aus mehreren Transport­einheiten bestehen.

Transportrecht

Gesetz vom 15. November 1984 zum Transportrecht (Konsolidierte Fassung: Journal of Laws 2000, Nr. 50, Artikel 601). Die Vorschriften des Transportrechts gelten für die Beförderung von Gütern im Inlandsverkehr.

Transportvereinbarung

Vereinbarung zwischen dem Auftraggeber und dem Spediteur, mit der der Spediteur den Transport­auftrag für eine Sendung anerkennt

Weborder

System für Online-Bestellungen

Werktage

Alle Arbeitstage von Montag bis Freitag, mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage. (Def.: Ein Werktag ist ein Tag, an dem laut Gesetz das Arbeiten ohne Beachtung besonderer Einschränkungen grund­sätzlich zulässig ist. Der Arbeitstag ist ein Tag, an dem tatsächlich gearbeitet wird).

YMS (Yard Management System)

Anwendung, um Vor-Ort-Logistikprozesse zu verwalten. Das System registriert alle Besuche und koordiniert den Zugang zu Ressourcen (Hafenanlagen, Parkplätze, Waagen). Es dokumentiert und kontrolliert Fahrzeuge (Einfuhr-Ausfuhr) und ermöglicht die Identifizierung von Engpässen im Logistikprozess.

Zusätzliche Ddienstleistungen

Zusätzliche Transportdienstleistungen, die über den Standard hinausgehen und entsprechend zusätzlich berechnet werden. Zu den häufigsten zusätzlichen Dienstleistungen gehören:

a) e-ROD - Möglichkeit zur Erstellung eines elektronischen Abliefernachweises via Internet
b) ROP - Wählbare Option, die den Palettentausch sowie die Rückführung zum Absender mit einschließt
c) COD - Nachnahmeoption
d) CFT - Ein zusätzlicher Service, bei dem vom Absender eine bestimmte Gebühr für die Transportleistung fällig wird auf Grund der Außenstände des Empfängers

Der Katalog sowie die Regularien hinsichtlich der zusätzlichen Dienstleistungen sind in den jeweiligen Unternehmen der Raben Group festgehalten.

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