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Standort Gera

Damit Material zur richtigen Zeit bereitsteht

Industrie braucht Verlässlichkeit bis an die Produktionslinie

Gera ist seit Langem durch Maschinenbau, Elektronik und industrielle Fertigung geprägt. Hinzu kommen Unternehmen aus der Automobilzulieferung, Umwelttechnik und Medizintechnik. Viele Betriebe arbeiten in eng getakteten Produktionsverbünden, bei denen fehlendes Material nicht erst am Ende des Tages auffällt.

Der Raben Standort liegt nahe den Verkehrsachsen A4 und A9. Damit lassen sich Produktionsstandorte in Thüringen und Sachsen ebenso anbinden wie weiterführende Ziele innerhalb Deutschlands und Europas. Die Niederlassung wurde gezielt als gemeinsamer Standort für Beschaffung, Lagerung und regionale Distribution ausgebaut.

Gera übernimmt deshalb eine andere Rolle als ein reiner Umschlagpunkt: Der Standort hält Material verfügbar, bereitet Lieferungen vor und bringt sie im vereinbarten Rhythmus weiter.

Shuttleverkehre für wiederkehrende Produktionsbedarfe (copy 1)

In der Fertigung zählt nicht nur, ob eine Lieferung ankommt. Entscheidend ist, wann sie eintrifft, in welcher Reihenfolge sie benötigt wird und welche Menge tatsächlich an der Linie verarbeitet werden kann.

Für solche Anforderungen organisiert Gera regelmäßige Shuttleverkehre zwischen Lager, Lieferanten und Produktionsstandorten. Materialien können zunächst gesammelt, geprüft und anschließend nach festgelegten Abrufen bereitgestellt werden. So muss nicht jede Anlieferung direkt auf dem Werksgelände untergebracht werden.

Das eignet sich besonders für Unternehmen, die:

  • Produktionsmaterialien in festen Intervallen benötigen,
  • Bestände außerhalb des eigenen Werks bevorraten möchten,
  • mehrere Lieferanten in einer Versorgungslösung bündeln,
  • kurzfristige Verbrauchsschwankungen abfangen müssen.

Neben Shuttleverkehren gehören auch Beschaffungs-, Distributions- und Charterlösungen zum Leistungsprofil des Standorts.

27.700 Palettenstellplätze als Puffer für die Produktion

Gera verfügt über rund 18.000 m² Lagerfläche und mehr als 27.700 Palettenstellplätze. Ergänzt wird das Lager durch etwa 3.600 m² Umschlagfläche. Diese Größenordnung schafft Platz für Produktionsbestände, Handelsware und längerfristige Kontraktlogistikprojekte.

Die Fläche kann unterschiedliche Funktionen übernehmen. Rohmaterialien lassen sich vor dem Einsatz bevorraten, fertige Erzeugnisse bis zum Versand lagern und saisonale Mengen außerhalb des eigenen Betriebs aufnehmen.

Wareneingang, Qualitätskontrolle, Zwischenlagerung, Kommissionierung und Transportvorbereitung greifen dabei direkt ineinander. Nach Angaben der IHK werden am Standort nur die tatsächlich benötigten Mengen bereitgestellt und zum vorgesehenen Zeitpunkt ausgeliefert.

Das Lager wird damit nicht zur Abstellfläche, sondern zu einem steuerbaren Bestandteil der Versorgung.

Was zwischen Anlieferung und Auslieferung erledigt werden muss

Industrielle Logistik besteht selten nur aus Einlagern und Verladen. Behälter müssen geprüft, Aufträge zusammengestellt, Container entladen oder Produkte für den nächsten Prozessschritt vorbereitet werden.

Am Standort können abhängig vom jeweiligen Auftrag unter anderem folgende Leistungen eingebunden werden:

  • Kommissionierung und Verpackung,
  • Be- und Entladung von Containern,
  • Bereitstellung von Wechselbrücken und Aufliegern,
  • Qualitätskontrollen und Versandvorbereitung,
  • Zollservices und zertifizierte Gefahrgutprozesse.

Die Kombination dieser Leistungen reduziert zusätzliche Transporte zwischen verschiedenen Bearbeitungsorten. Ware kann ankommen, geprüft, bearbeitet und anschließend für Werk, Handel oder Endempfänger bereitgestellt werden.

Bei Gefahrgut wird vorab geprüft, ob Stoffklasse, Menge, Verpackung und gewünschte Lagerdauer mit den Voraussetzungen des Standorts vereinbar sind. Dasselbe gilt für zollrechtliche Verfahren. Gerade bei regulierten Produkten ist eine belastbare Zusage sinnvoller als ein großzügiges Häkchen in einer Leistungsliste.

Vom Lagerabruf direkt auf die Straße

Sobald Material oder fertige Produkte benötigt werden, kann die weitere Beförderung direkt vom Standort aus organisiert werden. Dafür stehen Stückgutverkehre, Teil- und Komplettladungen sowie projektbezogene Chartertransporte zur Verfügung.

Die direkte Verbindung zwischen Lager und Transport verkürzt die Zeit zwischen Auftragseingang und Verladung. Sendungen müssen nicht erst an einen anderen Standort überführt werden, bevor sie in die Distribution gehen.

Gera eignet sich damit besonders für Unternehmen, die mehrere Aufgaben miteinander verbinden möchten:

  • Material bei Lieferanten abholen,
  • Bestände zentral vorhalten,
  • Produktionsstandorte nach Abruf versorgen,
  • Fertigware kommissionieren,
  • Kunden national oder international beliefern.

Der 2022 eröffnete Standort bündelte vier zuvor getrennte Lagerstandorte und schuf dadurch rund 50 Prozent mehr Kapazität für Beschaffungs- und Distributionsaufgaben.

Für Unternehmen entsteht ein Standort, der zwischen Lieferant, Lager und Produktion eine aktive Rolle übernimmt. Nicht alles muss permanent bewegt werden. Es muss vor allem genau dann bewegt werden, wenn der nächste Prozess darauf wartet.

Transport und Lagerung gemeinsam planen.

Anforderungen prüfen

FAQ

Welche Lagerkapazität bietet der Standort Gera?

Können Produktionsstandorte regelmäßig per Shuttle versorgt werden?

Sind Gefahrgut- und Zollprozesse möglich?

Werden neben Stückgut auch direkte Transporte angeboten?

Welche zusätzlichen Tätigkeiten übernimmt der Standort?