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Standort Reichenberg

Nicht jede Palette braucht dasselbe Zuhause

Zwischen Produktion, Bestand und nächstem Auftrag

Mainfranken ist stark durch Maschinenbau, Automotive und zahlreiche kleinere und mittlere Industriebetriebe geprägt. Allein in den beiden industriellen Kompetenzfeldern arbeiten mehr als 50.000 Menschen in der Region.

Für diese Unternehmen ist Lagerung selten eine isolierte Aufgabe. Materialien werden für die Produktion benötigt, fertige Erzeugnisse warten auf Kundenabrufe und saisonale Mengen beanspruchen Fläche, die im eigenen Betrieb an anderer Stelle fehlt.

Der Standort Reichenberg bei Würzburg setzt genau an dieser Schnittstelle an. Er verbindet umfangreiche Lagerkapazitäten mit der Vorbereitung und anschließenden Auslieferung von Aufträgen.

Dabei steht nicht die reine Zahl der Stellplätze im Mittelpunkt. Entscheidend ist, welche Funktion der Bestand für das jeweilige Unternehmen erfüllt.

Hochregal oder Blocklager entscheidet die Ware

Raben hat die Logistikfläche in Reichenberg auf rund 27.000 m² erweitert. Insgesamt stehen etwa 40.000 Palettenstellplätze zur Verfügung.

Ein Teil der Produkte lässt sich platzsparend im Hochregal lagern. Andere Güter benötigen wegen ihrer Abmessungen, ihres Gewichts oder ihrer Umschlagshäufigkeit eine ebenerdige Blocklagerung. Nach den vorliegenden Standortangaben umfasst dieser Bereich rund 6.000 m².

Damit können unterschiedliche Lagertypen innerhalb derselben Anlage abgebildet werden:

  • standardisierte Paletten im Hochregal,
  • sperrige oder stapelbare Güter im Blocklager,
  • schnell drehende Artikel in gut erreichbaren Zonen,
  • Reserven für saisonale oder projektbezogene Mengen.

Die Lagerform wird nicht nach dem bequemsten freien Platz gewählt, sondern nach Produkteigenschaften, Zugriffshäufigkeit und späterem Versandprozess. Eine Palette kann schließlich sehr überzeugend rechteckig aussehen und trotzdem völlig ungeeignet für ein bestimmtes Regal sein.

Bestand allein erfüllt noch keinen Kundenauftrag

Zwischen Einlagerung und Auslieferung liegen häufig mehrere Arbeitsschritte. Artikel müssen zusammengestellt, geprüft, verpackt oder nach Empfängern getrennt werden.

Abhängig vom Projekt können in Reichenberg unter anderem folgende Tätigkeiten eingebunden werden:

  • Kommissionierung nach Auftrag oder Stückliste,
  • Verpackung und Versandvorbereitung,
  • Etikettierung und Kennzeichnung,
  • Zusammenstellung von Sets oder Baugruppen,
  • Kontrolle von Menge und Verpackungszustand.

Solche Value Added Services sorgen dafür, dass Produkte das Lager bereits in der benötigten Zusammenstellung verlassen. Raben bietet an seinen deutschen Niederlassungen neben Transport und Kontraktlogistik zahlreiche ergänzende Leistungen an.

Für Hersteller kann das bedeuten, dass Komponenten bereits passend für die nächste Produktionsstufe bereitstehen. Handelsunternehmen erhalten fertig kommissionierte Aufträge für Filialen oder gewerbliche Empfänger.

Das Lager wird damit vom Aufbewahrungsort zum aktiven Teil der Auftragsabwicklung.

Lieferanten hinein, Kundenaufträge hinaus

Reichenberg kann sowohl auf der Beschaffungsseite als auch bei der Distribution ansetzen. Materialien lassen sich bei Lieferanten abholen, am Standort bündeln und bis zum benötigten Termin lagern.

In der Gegenrichtung werden fertige Aufträge aus dem Bestand zusammengestellt und für den Versand bereitgestellt. Dafür können unterschiedliche Transportformen genutzt werden:

  • nationale und internationale Stückgutsendungen,
  • Sammelgut für regelmäßige kleinere Mengen,
  • Teil- und Komplettladungen,
  • feste Beschaffungs- und Distributionsverkehre.

Raben bietet nationale Landverkehre sowie FTL-Lösungen innerhalb seines deutschen und europäischen Netzwerks an.

Diese Verbindung ist besonders hilfreich, wenn Lieferanten, Lager und Empfänger nicht getrennt geplant werden sollen. Der Bestand wird dann nicht nur verwaltet, sondern passend zu Einkauf, Produktion und Verkauf bewegt.

Wachstum ohne den nächsten Hallenanbau

Steigende Auftragsmengen führen nicht automatisch dazu, dass ein Unternehmen sofort neue eigene Lagerflächen errichten muss. Häufig reicht es, bestimmte Bestände oder Arbeitsschritte gezielt auszulagern.

Reichenberg bietet dafür mehrere Möglichkeiten. Ein Unternehmen kann zunächst saisonale Mengen unterbringen, einzelne Produktgruppen einlagern oder die Versandvorbereitung für ausgewählte Kundenaufträge übernehmen lassen.

Wächst der Bedarf, können weitere Artikel, Empfänger oder Leistungen hinzukommen. Der Standort eignet sich damit sowohl für begrenzte Aufgaben als auch für langfristige Kontraktlogistikprojekte.

Besonders für Maschinenbau, Automotive-Zulieferung, Verpackungsindustrie, Handel und weitere produzierende Betriebe in Mainfranken entsteht ein Standort, der Fläche und operative Arbeit miteinander verbindet. Maschinenbau und Automotive bilden das industrielle Rückgrat der Region und sind stark durch mittelständische Unternehmen geprägt.

Reichenberg ersetzt dabei nicht zwangsläufig das eigene Lager. Der Standort übernimmt genau die Teile, die intern Platz, Zeit oder Personal binden und an anderer Stelle besser organisiert werden können.

Transport und Lagerung gemeinsam planen.

Anforderungen prüfen

FAQ

Wie viele Palettenstellplätze bietet Reichenberg?

Was ist der Unterschied zwischen Hochregal und Blocklager?

Können Waren in Reichenberg kommissioniert und verpackt werden?

Können Lagerung und Transport kombiniert werden?

Muss ein Unternehmen seine gesamte Lagerlogistik auslagern?

WannFür welche Branchen eignet sich der Standort?